Die Idee
Die Eigenschaft von Messing und Kupfer, zu oxydieren, führte schon
immer dazu, daß die eben frisch geputzten Instrumente sofort wieder anlaufen und
unansehnlich werden. Insbesondere die Musiker-Frauen konnten ein Lied davon singen -
und da ganz besonders die Ehefrauen der Tubisten ......
Da kam in der Nachkriegszeit aus den USA die Idee, die Oberfläche nachhaltig zu versiegeln, um
ein neuerliches Anlaufen zu verhindern. Der Gedanke wurde nach und nach auch von europäischen Herstellern
aufgenommen. Der Widerstand insbesondere der Profis, die eine klangliche
Beeinträchtigung befürchteten, konnten den Siegeszug des pflegeleichten Lacküberzuges nicht mehr aufhalten.
Warum eigentlich MÜLLER-LACK?
Einfach deshalb, weil man sich seit vielen Jahren professionell mit dem Lackieren von
Blechblasinstrumenten befaßt. Bei LEOPOLD MÜLLER ist das Lackieren kein "fünftes Rad am Wagen",
sondern hat sich zu einem wichtigen Standbein der Firma entwickelt.
Von Anfang an wurden Verarbeitungstechnik, Equipment und Lackzusammensetzung kontinuierlich
verbessert, um die Qualität zu erreichen, für die MÜLLER-LACK heute steht.
Das Bemühen, giftige Chemikalien wie Tri zu vermeiden, führte schon im Jahre 1993 zu einer kompletten
Umstellung der Technologie, was sich besonders bei der Entfettung auswirkte, die seitdem in einer
wässrigen Lösung per Ultraschall vorgenommen wird und damit 100%ig umweltfreundlich ist. Die Entwicklung
dieser Anlage wurde im Rahmen der Förderung zur Luftreinhaltung vom Umweltbundesamt Berlin anerkannt und honoriert.
Zur Verarbeitung gelangt ein hochwertiger, im bestimmten Verhältnis mit Härter, Verzögerer und
Haftzusatz gemixter Epoxid-Harz-Lack aus neuester Entwicklung, der hohe Anforderungen an die
Verarbeitung stellt, dafür aber durch brillantes Aussehen, glatte Oberfläche und lange
Haltbarkeit "glänzt". Diese von MÜLLER entwickelte Lackmischung ist der Garant für perfekten
Verlauf. Der Lack selbst ist elastisch und hat absolut keinen Einfluß auf den Klang.
Nach wie vor wird der Lack im Sprühverfahren von Hand aufgebracht. Die komplizierte Bauweise der Instrumente mit
vielen schöpfenden Teilen, schwer zugänglichen Windungen und übereinander liegenden Schlaufen und Zügen läßt
eine automatische Lackierung nicht zu, bei der im vorderen Bereich Lacknasen entstehen würden und im verdeckten,
hinteren Bereich zu wenig Lackauftrag gegeben wäre. Hier ist die Hand des erfahrenen Lackierers gefordert,
der bei jeder Lackierung wieder das Zusammenspiel von Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Antrocknung
während des Lackiervorgangs, Größe, Alter, Material und Beschaffenheit des Instrumentes beachten muß,
um ein perfektes Ergebnis zu erhalten.
MÜLLER-LACKIERUNG ist deshalb das Ergebnis einer sehr individuellen Behandlung Ihres Instrumentes.
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